Was sind das für Zeiten, ihr Lieben, wo ich schon am frühen Morgen, zum 1000. Mal in dieser Woche, Plag (iate) kriege, während Heino, der Albtraum meiner Kindheit auf Platz eins der Charts steht und ich sofort in Gedanken 40 Jahre zurück in den Wedding geschleudert werde.
Verantwortlich für meine, kurzzeitige Zwangsregression ist heute morgen (ACHTUNG!), SchavanPlag, einem Blog zur Dokumentation mutmaßlicher Plagiate in der Dissertation von Prof. Dr. Annette Schavan. (Ausnahmsweise gibts mal einen Link, aber gewöhnt euch ja nicht dran!) Zumindest scheint es hier aber nur einen, oder ein paar Autoren zu geben, nicht wie beim schavanplag Wiki, wo jeder reinschreiben kann, was er will.
Was das jetzt mit Heino zu tun hat? Nich die Bohne, sach ick mal, die Meldung stand nur gleich daneben. Eigentlich stellen sich bei mir bei diesem Namen, ja er lebt noch, deswegen darf ich ihn auch nochmal sagen, Heino, nicht nur die Nackenhaare hoch und ich würde, unter anderen Umständen auch höflich, aber sehr bestimmt draum bitten, mir bloß weg zu gehen damit.
Aber heute ist das alles anders und ich denke mir, vielleicht hat der Heino das auch für ihn gemacht, für den Mann dem ich heute hier, mit allen Ehren, den Tag widmen möchte. Der Mann, dessen ausgefallener Humor schon immer für leicht angepisste Blicke sorgte, zum Beispiel wenn er im Östereich Urlaub, aus der Seilbahn den Wanderern nach unten rief: ” Ey na sage mal, ich glaube es hackt wohl da unten …, wohl zu faul zum Seilbahn fahren wat?! nee, nee, nee …
Es war schon immer meine Aufgabe, als rechtloses, dem ausgeliefertes Kind, dies vor den 50 Leuten in der Seilbahn, in irgendeiner Weise positiv bewertend, tapfer den Blicken ausgeliefert, zu rechtfertigen. Das fiel mir aber nicht besonders schwer, denn in der Tiefe meines Herzens war ich stolz auf meinen Vater.
Für Dich Vater, der du heute deinen 75. Geburtstag feiern würdest, wenn du mir nicht schon vor 30 Jahren entrissen worden wärest. Ick denk an dir, mein Oller. Mit all meiner Liebe. Jeden Tag. Ick hoffe du machst grad eine fette Party. Und kieke, wat dein geliebtes Blondchen, mit den süßen Froschaugen heute noch zustande bringt.
























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