Seid gegrüßt, liebe Freunde der gehobenen Boshaftigkeit. Was glaubt ihr, wer ist in diesen Tagen die wichtigste Person, für ganz viele Menschen in unserem Land, der ungetrübten Plagiatsvorwürfe? Nein, auch wenn er sicher einen nicht unwichtigen Anteil der Aufmerksamkeit hat, ist es nicht der Weihnachtsmann.Und auch wenn sich da viele haben täuschen lassen, ist es auch nicht der Zalando-Bote.
Und natürlich wollen wir nicht unseren alten Kumpel, aus noch älteren Kriegertagen vergessen, dessen Geburtstag man fälschlicher- und paradoxer Weise in diesen Tagen feiert. Der jüdische Wanderprediger Jesus Christus, der sich selbst lieber Jesus von Nazareth nannte und der sich höchstwahrscheinlich am Kreuz umdrehen würde, wenn er sähe, was wir heute so, in seinem Namen treiben. Doch auch er nimmt nicht Platz eins der wichtigsten Personen, an diesen heiligen Feiertagen, ein. Und um Euch jetzt weiter auf die Dornenkrone zu spannen, sag ich mal wer es ist.
Der/die PsychiaterIn. Ja, ihr Lieben, die Person mit der Berechtigung uns bunte Pillen zu verschreiben, steht unangefochten auf Platz 1. Spannender Weise wissen aber die meisten Buntenpillennehmer noch nicht einmal den Unterschied zwischen einem Psychiater, einem Psychologen und einem Psychotherapeuten zu erklären und auch nicht was sie da eigentlich nehmen. Da der Psychiater im Gegensatz zum Psychologen ein Arzt ist, gilt auch hier, zum größten Teil, die Devise: Was der Gott in Weiß sagt ist richtig und wird gemacht.
Was aber alle wieder gemeinsam haben ist, dass man nicht über sie spricht, so ein Bisschen wie Beetlejuice, denn es soll, um Gottes Willen niemand erfahren, dass man “eine Schraubelocker hat” und deshalb in die Klapsmühle muss. Auch wenn die nur ein Sprechzimmer in einem Altbau ist. Wer heute bei einem Psychiater anruft, um einen Termin auszumachen, kann von Glück sagen wenn er noch im März einen bekommt. Das schafft so schnell kein Facharzt, wenn es ums Herz, oder die Lunge geht.
Die Älteren unter euch werden jetzt sagen: “So was gabs doch früher nicht, ist das jetzt auch so ´ne Modeerscheinung?”. Auch, wäre hier wohl die richtige Antwort, aber der eigentliche Grund ist der, dass die Pharmaindustrie, in den letzten 50 Jahren, unzählige Medikamente erfunden hat, für die es noch gar keine Krankheit gab. Die musste man aber doch nun irgendwie verkaufen und so hat man sich, gar nicht mühsam, eine neue Krankheit nach der anderen ausgedacht. Die Liste der Psychischen Krankheiten (Störungen) hat allein knapp 100 übergeordnete Arten, die geradezu mutieren und sich nochmal in hunderte Unterarten und Formen aufsplitten.
Und auch wenn so viel verschieden ist. Eins haben alle neuen Medikamente für alle neuen Krankheiten gemeinsam. Nämlich Nebenwirkungen. Beipackzettel haben teilweise Groschenromanlänge und beinhalten teilweise so erschreckende körperliche Einschränkungen, dass unter normalen Umständen niemand diesen Mist nehmen würde und es schon gar nicht seinen Kindern geben würde. Aber wie gesagt, Psychiater sind halt Ärtze. Punkt
Wundern wir uns also nicht mehr darüber, dass viele Kinder übermäßig aggressiv, übermüdet, verwirrt, Plan- und Ziellos sind und warum der Amoklauf inzwischen zur Disziplin geworden ist. Alle jugendlichen Amokläufer der letzten Jahre haben regelmäßig Psychopharmaka bekommen! Aber gut, für heute wollen wir hier Schluss machen.
Wer sich wirklich mal dafür interessiert, für den werde ich die gute alte Wellmann Tradition nicht brechen und hier Links einsetzen, aber vielleicht fallen mir zwei Fragen ein, die man unseren Allwissenden Bruder Google fragen kann. Ich stell sie euch unter das, heute natürlich auch wieder in keiner Beziehung zum Text stehende Bild, das ja nicht fehlen darf. Habt ´n schönen Tag.
Wieviele Psychische Krankheiten gibt es? Und konkret: Liste der psychischen und Verhaltensstörungen nach ICD-10

























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